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Ueber den heiligen Krieg.

 
 
 

Nach den canonischen Gesetzen des Islam braucht der heilige Krieg der "Dschihad", nicht vom Scheikh-ul-Islam, sondern kann, wie die Korancommentatoren schon im 8. Jahrhundert erklärten, von jedem Schriftkenner und im Nothfalle sogar von jedem Moslem erklärt werden.

Ueber die nähere Ausübung dieses höchsten Majestätsrechts seitens des Durchschnittstürken haben uns Quellenstudien im Koran folgendes ergeben:

Sobald der gemeine Moslem sich von einer auswärtigen Großmacht nahegetreten fühlt, ernennt er sich zum vortragenden Rath und dann zum Großvezier und läßt sich als solcher von Ersterem die Sache objectiv vortragen, während er subjectiv zuhört.

Je nach Bedürfniß tritt er dann in diplomatische Verhandlungen mit der Großmacht, oder er erläßt ein Ultimatum an dieselbe. Erhält er wider Erwarten umgehend keine Antwort, so erklärt er ihr den Dschihad und läßt sich die Fahne des Propheten waschen und rollen.

Alsdann verleiht er sich den Medschidjeh-Orden erster Classe mit krummen Säbeln und läßt sich zum Generalissimus (Serdar Ekrem) aufrücken, worauf er in die feindlichen Gefilde wie ein Heuschreckenschwarm einfällt.

Hat er die feindlichen Heersäulen aufgerollt, wozu er nach dem Koran verpflichtet ist, da ein Dschihad programmmäßig mit der Vernichtung des Gegners enden muß, so verzichtet er großmüthig auf Contributionen und Annexionen, geht heim, degradirt und entflittert sich wieder und thut, als ob Nichts vorgefallen wäre.


 

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