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Wippchen

Wohl die berühmteste Figur der "Berliner Wespen" war ihr Kriegskorrespondent
Wippchen, der am 4. Mai 1877 das Licht der Lettern erblickte. Bewaffnet
mit Morgenmantel, Pfeife und Bierseidel quartierte er sich im kleinen Städtchen
Bernau nahe Berlin ein und lieferte von dort für die nächsten
dreißig Jahre seine Augen- und Ohrenzeugenberichte von den internationalen
Kriegstheatern. Das heißt, wenn er nicht gerade mit seiner Wortgewalt
die Redaktion zu einem Vorschuß zu zwingen versuchte.
Sein Erfolg war gewaltig. Schon bald brachte sein Erzeuger Julius Stettenheim
einen ersten Band von "Wippchens sämmtlichen Berichten" heraus, der
durch mehr als fünfzehn Auflagen ging und dem fünfzehn weitere
Bände mit Berichten, zwei Bände mit Gedichten und zwei Monographien
zur Geschichte des 20. Jahrhunderts folgten.
Hier nun die beiden ersten Beiträge von Wippchen
Der Orientalische Krieg I. (aus
Nr. 18, 10. Jahrgang, 4. Mai 1877)
Endlich haben die "Berliner Wespen" ihren "ownsten" Kriegsberichtestatter.
Sogleich macht sich Wippchen nach Bernau auf, um von dort hautnah den Krieg
zwischen Rußland und der Türkei abzuschildern.
Der Orientalische Krieg II. (aus
Nr. 20, 10. Jahrgang, 18. Mai 1877)
Die Redaktion ist etwas ungehalten und verlangt eine besonders
blutige Schlacht, die Wippchen dann auch nach einiger Widerrede liefert.
Sowie
Der Beweis, daß Wippchen
wirklich in den Spalten der "Berliner Wespen" zur Welt kam.
Und eine Anzeige für den ersten
Band seiner "Sämmtlichen Berichte", die er "seinen lieben Collegen"
bei den anderen Zeitungen widmete.
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